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Geschichte der Blechdosen

Ob Bohnerwachs der Marke “Hausfrauen-Stolz” oder einfach “Dog u. Baby-Grammophonnadeln” verpackt waren sie seinerzeit alle. Plastik war freilich noch unbekannt und von der früher üblichen Pappe war man bei verderblicher Ware abgekommen. Verwendet wurden vielmehr Weißblechdosen, die im 19 Jahrhundert einen wahren Boom erlebten. Erfunden wurden die praktischen Dosen, die es in allen Größen und Formen gab, bereits im Jahre 1809. Die Dosen wurden zunächst ohne Aufdruck hergestellt, sondern lediglich mit Papier beklebt.

Mit der Patentierung der Farblitihographie im Jahre 1837 in Paris öffnete sich der Weg zur unmittelbaren Werbung auf den Blechdosen, die damit eine Renaissance erlebten. Kekse und Biskuits, später Tee, Kaffee, Zigaretten und nicht zuletzt Arzneimittel und Cremes erwiesen sich ideal zum Verpacken in Blechdosen und zudem war diese Methode billiger, als das bis dahin oftmals verwendete Glas. Die Dosen kamen in enormen Stückzahlen in die Geschäfte. Angesichts ihrer Haltbarkeit wurden sie jedoch oft auch nach dem aufbrauchen der ursprünglich darin gelagrten Ware weiter verwendet. Für Knöpfe und Stecknadeln, Korken oder Fäden, Schrauben oder Nägel waren sie genau das richtige Aufbewahrungsmittel und heute noch findet man in mancher Werkstatt Blechdosen aus vergangenen Jahrzehnten.

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